AfD Bayern

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Die AfD ist immer für eine Überraschung gut. So wählten die AfD Mitglieder am Sonntag in Greding auf der Aufstellungsversammlung zum Bundestag ihre ersten drei Spitzenkandidaten. Der Landes Chef Petr Bystron, der für den 1. Listenplatz antrat, erlitt eine herbe Niederlage. Es waren zwei weitere Bewerber, die Bystron herausforderten. Der eine Herausforderer erhielt nur 10 Stimmen. Martin Hebner, der Starnberger AfD Kreisvorsitzende, hingegen gewann die Kampfabstimmung mit 243 Stimmen vor Petr Bystron mit 190 Stimmen.
Die Überraschung war perfekt. Nun ist es immer etwas gefährlich eine funktionale Vorstandsposition in der AfD zu bekleiden und für ein Mandat zu kandidieren, weil die AfD Mitglieder, so scheint es, grundsätzlich Misstrauen und Argwohn gegen das Establishment verspüren und zu diesem Establishment auch funktionale Vorstandsmitglieder zählen. Aber auch von Vorständen angestrengte Parteiausschlussverfahren gegen Mitlieder werden von den AfDlern nicht gern gesehen. Schnell entsteht der Verdacht ein unliebsamer Konkurrent soll aus machtpolitischen Gründen beseitigt werden. In diesem Zusammenhang mag auch eine Rolle gespielt haben, dass der Bayern Vorstand sich hinter den Beschluss des Bundesvorstandes gestellt hat Björn Höcke auszuschließen. Wenig verwunderlich ist deshalb auch die Wahl von Corinna Miazga aus Straubing auf den dritten Listenplatz und die Niederlage von Katrin Ebner-Steiner aus Deggendorf.
JM

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