Demokratie

Labyrinth der Wörter
Labyrinth der Wörter

Was ist Demokratie? 

Fragen sie Bürger  „ was ist Demokratie“ , dann erhalten sie meist die Antwort „ die Herrschaft des Volkes“ oder „Alle Gewalt oder Macht geht vom Volke aus“ .

Mit dieser Definition beginnt auch die Einleitung in dem Standardwerk zur Politischen Theorie in Vergangenheit und Gegenwart von  Manfred G. Schmidt „Demokratietheorien, eine  Einführung“ :

„Demokratie“ ist ein Fachausdruck des politischen und des wissenschaftlichen Sprachgebrauchs, der dem Griechischen entstammt. „Demokratie“ ist abgeleitet aus „demos“ – dem griechischen Wort für Volk, Volksmasse oder Vollbürgerschaft- und  -kratein“, was „herrschen“ oder „Macht ausüben“ heißt. (1)

 Diese gängige Begriffserklärung  lässt einige Fragen offen und der Begriff Demokratie ist nicht so leicht zu definieren, wie es scheint. Denn Demokratien gibt es deren viele.

Jürgen Habermas sagte einmal, „Demokratie arbeitet an der Selbstbestimmung der Menschheit“. (2) Von Friedrich Ebert stammt der Ausspruch „Demokratie braucht Demokraten“  (3). In beiden Aussagen steckt eine unterschiedliche Gewichtung des Demokratiebegriffs.  Bei der Aussage Habermas steht der Freiheitsgedanke im Vordergrund. Friedrich Ebert wollte mit seiner Aussage verständlich machen, dass  Demokratie einen sich ständig verändernden Prozess darstellt,  der ohne Beteiligung der Bürger nicht möglich ist. Je mehr sie sich mit Demokratie  befassen, umso mehr Fragen tun sich auf und umso spannender wird es, ähnlich wenn sie sich mit den Mysterien des Weltalls befassen.

Die Politikwissenschaft widmet  sich neuerdings wieder verstärkt im Rahmen der politischen Theorie mit der  vornehmsten  Aufgabe ihres Gegenstandes der Demokratie und Demokratietheorie. Die Diskussion um die Krise der Demokratie und das Wutbürgertum bringt zahlreiche neue Literatur hervor. Einige wenige absolut lesenswerte Bücher aufgezählt , wie „ Von der Postdemokratie zur Neodemokratie“ (4) , „Unpolitische Demokratie“ (5)  oder auch „Postdemokratie“ , das als  Klassiker der Gegenwartsdiagnose bezeichnet wird (6) und „Simulative Demokratie“ (7) zeigen, dass Demokratie kein trockener, langweiliger Gegenstand ist.

 

1. Demokratietheorien: Eine Einführung (German Edition) Taschenbuch – 27. Mai 2010   von Manfred G. Schmidt (Autor),    Cigdem Bozdag (Mitarbeiter),    Laura Suna (Mitarbeiter)  VS Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 5. Aufl. 2010 (27. Mai 2010) ISBN-10: 3531173103   ISBN-13: 978-3531173108

2. Politische Beteiligung – ein Wert „an sich“. In: ders.: Kultur und Kritik, Frankfurt/M.1973, S. 9-60 (zuerst in: Habermas/Ludwig von Friedeburg/Christoph Oehler/Friedrich Weltz: Student und Politik, Neuwied 1961, S. 13-55)  S. 11 

3.  http://www.demokratie-deutschland-2011.de/

4.   Von der Postdemokratie zur Neodemokratie Taschenbuch – 6. Dezember 2012 von Klaus von Beyme Springer VS; Auflage: 2013 (6. Dezember 2012) ISBN-10: 3658009802    ISBN-13: 978-3658009809e (Autor),

5.  Unpolitische Demokratie: Zur Krise der Repräs… Taschenbuch  von Franz Walter, Danny Michelsen  Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (16. September 2013) ISBN-10: 3518126687  ISBN-13: 978-3518126684

6. Edition suhrkam) Taschenbuch – 19. Mai 2008  von Colin Crouch   (Autor),    Nikolaus Gramm (Übersetzer Suhrkamp Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (19. Mai 2008)  Sprache: Deutsch  ISBN-10: 3518125400 ISBN-13: 978-3518125403

7. Simulative Demokratie: Neue Politik nach der postdemokratischen Wende Taschenbuch – 15. April 2013   von Ingolfur Blühdorn   (Autor) Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (15. April 2013) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3518126342 ISBN-13: 978-3518126349

 

JM

 

 

 

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